Unsere Förderangebote
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Ergotherapie
Das Hauptziel der Ergotherapie an unserer Schule ist, die Kinder bei der Durchführung für sie bedeutungsvoller Betätigungen in den Bereichen Selbstversorgung, Produktivität und Freizeit in ihrer persönlichen Umwelt zu stärken.
An der schule arbeitet eine Ergotherapeutin. Die Ergotherapeutin arbeitet mit unterschiedliche Methoden und Konzepte mit einbeziehung der unterstützen Kommunikation und der Einbezug der Montessori-Pädagogik.
Des Weiteren spielt auch die Beratung der Eltern im Elterngespräch oder des Klassenteams, sowie eine individuelle Umweltanpassung eine große Rolle, um dem Kind die Handlungsfähigkeit im Alltag, gesellschaftliche Teilhabe und damit eine Verbesserung seiner Lebensqualität zu ermöglichen.
Die Therapie findet in der Gruppen- und/oder Einzeltherapie statt. Damit das Kind seine neu erlernte Erfahrung auch bestmöglich umsetzen und erweitern kann, wird möglichst realitätsnah gearbeitet. Das bedeutet auch, dass die Therapie an vielen Orten innerhalb und außerhalb des Schulgebäudes stattfinden kann, zum Beispiel im Wald.
Physiotherapie
Teilnahme am Unterricht zu erleichtern und das Erreichen der individuellen Förderziele,
durch Verbesserung der körperlichen und sensorischen Wahrnehmung und der motorischen Fähigkeiten, zu ermöglichen.
Für die physiotherapeutische Förderung an unserer Schule wird keine ärztliche Verordnung benötigt. Wir ersetzen nicht die medizinisch notwendige und vom Kinderarzt verordnete Physiotherapie.
An unserer Schule arbeitet ein Physiotherapeut und eine Physiotherapeutin.
Wir arbeiten in der Therapie nach Grundlagen des Bobath-Konzeptes unter Einbeziehung von Elementen aus der Sensorischen Integration, der Psychomotorik, PNF (Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilatation), der Angewandten Kinesiologie und der Basalen Stimulation.
Zu Beginn eines Jahres wird in Zusammenarbeit mit den Klassenteams und den Eltern im Verlauf der Förderplanerstellung festgelegt, welche Schüler:innen Physiotherapie erhalten. Eine Therapieeinheit dauert in der Regel 30-45 Minuten und wird nach den jeweiligen Erfordernissen entweder im Therapieraum, in der Klasse oder auch im Schulgebäude oder auf dem Schulhof, als Einzel- oder Gruppentherapie durchgeführt.
Über die gemeinsam festgelegten Inhalte der Therapie findet ein regelmäßiger Austausch zwischen den Klassenteams und den Therapeuten statt.
Zum Halbjahreswechsel wird der Therapieplan hinsichtlich der Ziele und Maßnahmen und auch der zu behandelnden Schüler:innen neu aufgestellt.
So ist ein effizientes Arbeiten möglich und sichergestellt, dass viele Schüler:innen die Möglichkeit der physiotherapeutischen Förderung erhalten können.
Heilpädagogisches Reiten
Jeweils im Zwei-Wochen-Rhythmus fahren Gruppen von je fünf bis sechs Schüler:innen nach Neustadt-Lutter auf einen Pferdehof und verbringen dort zwei Stunden beim heilpädagogischen Reiten. Unter fachkundiger Anleitung der Therapeutin und Pferdebesitzerin machen die Kinder und Jugendlichen vielfältige und intensive Erfahrungen rund um das Pferd. Hier geht es nicht (vordergründig) darum, reiterliches Können zu entwickeln, sondern über die Arbeit mit dem Pferd die Schüler:innen ganzheitlich anzusprechen und sowohl körperlich als auch emotional, geistig und sozial zu fördern. Die Umsetzung erfolgt durch den direkten Kontakt und Umgang mit dem Pferd: Putzen und Pflegen der Pferde, Übungen am und auf dem geführten Pferd, eigenes Führen und Anleiten der Pferde in kleinen Parcours, Spiele und Aufgaben und vielfältige Erfahrungen rund ums Pferd. Die Beziehung zum Tier spielt dabei die tragende Rolle.
Die positiven Auswirkungen sind vielfältig. Die Begegnung mit dem Pferd bietet einen Raum, in dem es keine Diagnosen und Erwartungen gibt. Das Pferd reagiert auf den Menschen, der sich mit ihm beschäftigt. Es ist eine Form der Kommunikation, die ohne Sprache auskommt. Das Pferd antwortet auf Klarheit und Ruhe. Für die Schüler:innen kann dies zum Spiegel der eigenen Emotionen werden. Die Schüler:innen erfahren, wann ihnen die Pferde folgen, sich an ihnen orientierten. Unmittelbare Rückmeldung durch die Tiere hilft, die eigene Selbstbeherrschung zu finden und Empathie ganz praktisch zu erleben. Sie lernen, Verantwortung für ein anderes Lebewesen zu übernehmen, gleichzeitig und direkt zu spüren, wie sich eigenes Handeln auswirkt. Durch Überwinden von manchen Ängsten beim Aufsteigen und Losreiten kann gelernt werden, mit Widerständen umzugehen und kleine Siege über eigene Ängste können gefeiert werden. So kann Selbstsicherheit gestärkt und innere Balance gefunden werden, das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten kann wachsen. Beim Reiten selbst kann die tragende Bewegung helfen, den eigenen Körper (positiv) wahrzunehmen und zur Ruhe zu kommen, ein Stück Geborgenheit schenken. Auch kann die Muskelspannung positiv beeinflusst werden, das Balancegefühl verbessert sich. Das heilpädagogische Reiten leistet somit einen überaus wertvollen Beitrag zur Förderung unserer Schüler:innen.